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10
Februar
2010
Xena Bremsscheibenschloss
Diebstahlschutz mit Alarmanlage
Ein Bremsscheibenschloss ist nun wahrlich keine Neuheit
für die Besitzer von Zweirädern. Für unter 20 Euro bekommt
man Markenschlösser, welche das einfache Wegschieben eines
Motorrads deutlich erschweren.
Die Schlösser von Xena gehen jedoch noch einen Schritt
weiter. In das Schloss wird eine Alarmanlage integriert.
Macht sich jemand an Schloss oder Motorrad zu schaffen,
ertönt eine laut Hersteller »unüberhörbare Sirene mit
110dB«.
Die Bedienung unterscheidet sich eigentlich nicht von anderen
Bremsscheibenschlössern. Beim verriegelten Schloss ist ein
Stahlbolzen durch die Bremsscheibe geführt. Er befindet sich
in einem der vorhandenen Löcher und verhindert somit das
Drehen des Rades, denn irgendwann stößt das Schloss an der
Gabel oder der Bremsanlage an.
Verriegeltes Bremsscheibenschloss von Xena
Aufgeschlossenes Bremsscheibenschloss von Xena
Bei Bewegung wird beim Schloss von Xena jedoch der Alarm
ausgelöst. Somit bleibt auch der Versuch das Motorrad zu
bewegen nicht unbemerkt.
Bei horizontalen Bewegungen löst das Schloss noch keinen
Alarm aus. Erst bei vertikalen Bewegungen. Beispielsweise
wenn das Rad gedreht wird.
Dies macht sich das System auch auf eine andere Art und Weise
zu nutze: Während bei normalen Bremsscheibenschlössern ohne
Alarm immer eine gewisse Gefahr besteht das Schloss vor dem
Losfahren am Vorderrad zu vergessen, schlägt das Xena Alarm.
Zwar werden sich Nachbarn nicht sonderlich darüber freuen,
aber es erspart dem Besitzer unnötige Kosten wie etwa eine
neue Seitenverkleidung, Lackierarbeiten oder im schlimmsten
Falle die Reparatur von Gabel und/oder Bremsanlage.
Gegen diese Gefahr helfen aber auch »Erinnerungsspiralbänder«
für etwa 5 Euro im Zubehörhandel. Einfach durch das
Bremsscheibenschloss geführt und irgendwo am Lenker
(beispielsweise am Gasgriff) befestigt, schon ist die Gefahr
deutlich verringert.
Xena Bremsscheibenschloss
Der Stahlbolzen des Bremsscheibenschlosses
Der Nachteil von Bremsscheibenschlössern liegt jedoch nicht
nur der Gefahr einen Sturz des Besitzers zu verursachen wenn
er es nicht entfernt hat.
Bedingt durch ihre Konstruktion erlauben die Schlösser
lediglich ein Abschließen des Motorrads. Ein Anschließen
beziehungsweise Anketten wäre jedoch noch effektiver.
Zumindest könnte es dann nicht einfach doch noch weggezerrt
oder weggetragen werden.
Auch hier gibt es eine meiner Meinung nach sinnvolle
Ergänzung aus dem Hause Xena. Die Bremsscheibenschlösser
passen auch auf Adapter, mit welchen gehärtete Ketten
verriegelt werden können. Somit kann man mit dem
Bremsscheibenschloss von Xena auch sein Kettenschloss mit
einer Alarmanlage sichern.
Ob sich der ganze Aufwand für das eigene Zweirad lohnt muss
jeder selbst wissen. Ich finde die Variante mit der
integrierten Alarmanlage jedenfalls durchdacht und eine gute
Investition wenn man sein Zweirad im freien Abstellen
muss.
Kritik ist zu den Schlössern von Xena in der Regel nur
bezüglich des Fehlalarms zu finden. Der Alarm wird über einen
optischen Sensor deaktiviert. Dafür hat man nach dem Bewegen
des Schlosses jedoch nur ein bis zwei Sekunden Zeit. Bekommt
man das Schloss nicht schnell genug von der Bremsscheibe
(damit der optische Sensor die rechtmäßige Bewegung des
Schlosses feststellen kann), wird der Alarm ausgelöst.
Auch bei schwachen Batterien im Schloss kann es zu
Fehlfunktionen kommen. Die Lebensdauer der Batterien
beziehungsweise die Funktionalität des Alarms wird vom
Hersteller auf etwa vier Monate angegeben. Für eine Saison
wären somit etwa zwei Batteriesätze notwendig. Überschaubare
Kosten wenn man bedenkt was ein neues Motorrad kostet (oder
zumindest an Selbstbeteiligung fällig wird).