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15
Mai
2011

LED-Taschenlampe

Klein, handlich aber nur bedingt sparsam

Lieferumfang der LED-Taschenlampe
Lieferumfang der LED-Taschenlampe
Sie darf bei keinem Campingtrip fehlen: Die gute, alte Taschenlampe. Wobei inzwischen selbst hier sogenanntes »Hightech« einzug gehalten hat. Die gute, alte Taschenlampe hat inzwischen LED und diese auch noch in der Variante »Hochleistungs-LED«.

Vorbei die Zeit von »trüben Funzeln« und her mit echten Alternativen zur Halogenlampe für die Stirn oder die Hand.

Angebot in Blisterverpackung
Angebot in Blisterverpackung
Günstig sind sie in den letzten paar Jahren auch noch geworden. Daher habe ich es einfach mal riskiert und mir beim Lebensmitteldiscounter eine »Trekking Taschenlampe mit 3 Watt LED« gekauft – für 9,99 Euro.

In einer Blisterverpackung erhält man die etwa 160 mm lange Taschenlampe zusammen mit einem sehr einfach gehaltenen Gürtelholster und zwei Batterien Typ »LR6« (AA).

Somit ist sie umgehend einsatzbereit und kann sofort für was auch immer eingesetzt werden. Interessanter sind allerdings wohl eher die Details der Lampe. Gemäß der Beschriftung des Gehäuses muss eine »3 Watt LED« verbaut sein. Dem Zettel welcher aufgrund der Art wie er gefaltet ist an den Beipackzettel von Medikamenten erinnert kann entnommen werden, dass eine »Cree Q3 LED« verbaut sei. Entsprechend sind die Leistungswerte mit welchen die Taschenlampe beworben wird:
Allerdings sind die Angaben generell eher mit Vorsicht zu genießen. Anstatt einer aufwändigeren Stromregelung wird bei günstigen LED-Taschenlampen nur ein Widerstand zur Strombegrenzung eingebaut. Somit mag die LED vielleicht tatsächlich 3 Watt haben. Wenn die Spannung deutlich niedriger geregelt ist, leuchtet die Leuchtdiode natürlich auch nicht so hell wie sie theoretisch (und praktisch) eigentlich könnte.

Was sagt die Angabe von »100 Lumen« überhaupt aus? Dazu kann man sich nun viele, teilweise wissenschaftliche Angaben durchlesen oder man begnügt sich mit der folgenden Anwort:

»Lumen ist eine Angabe, welche mit Formeln berechnet wird. Die Zahl gibt an, wie groß die gesamte Lichtmenge ist, welche eine Lampe verlässt.«

Ich hoffe meine Definition ist greifbar genug und man kann auch schon ein kleines Problem erkennen: Wenn Lumen die Angabe ist wie groß die gesamte Lichtmenge ist, kann man nicht unbedingt daraus zurückschließen wie weit eine Lampe leuchtet oder wie hell sie wahrgenommen wird.

Aber es wird eben gerne damit geworben, auch wie weit man leuchten kann, etc. Auf dem Campingplatz oder im Zelt spielt eigentlich nur eins eine Rolle: Kann ich etwas direkt vor mir sehen?

Diesen Zweck erfüllt die Lampe voll und ganz. Ich will ja nicht unbedingt sehen wie in 250 m Entfernung der Baum aussieht, sondern eher Zeltschnüre, Wurzeln und herumliegendes Zeug in der Nacht erkennen können, was ansonsten als Stolperfalle in Erscheinung tritt.

Eher einfach gehalten: Gürteltasche
Eher einfach gehalten: Gürteltasche
Angabe »3 Watt LED« auf dem Griff
Angabe »3 Watt LED« auf dem Griff


Die Bedienung der Taschenlampe erfolgt durch Drehen des Kopfes. Es sind drei Schalterzustände vorhanden: Dauerlicht – Aus – Blinklicht.

Das Blinklicht kann angeblich in Gefahrensituationen verwendet werden. Mal ehrlich: Ich kann nicht so ganz nachvollziehen was Hersteller zu diesem Blinkmodus führt. Für mich wäre eine über einen Regler integrierte gedimmte Helligkeitsstufe viel interessanter. Verdoppelung der Brenndauer statt Blinklicht? Ich bin dafür.

Aber anscheinend verstehe nur ich nicht die Relevanz der Blinkfunktion da ich mir eher Situationen auf dem Campingplatz vorstelle bei dem ich einfach und Problemlos schon durch lautes Fluchen die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der übrigen Campingplatzbenutzer samt Platzwart auf mich gezogen habe.

Bedienung durch drehen des Lampenkopfs
Bedienung durch drehen des Lampenkopfs
LED hinter massivem Glaskolben
LED hinter massivem Glaskolben


Die Taschenlampe habe ich mir übrigens nur gekauft weil sie tags zuvor jemand anders angeschleppt hat. Die Leuchtleistung im Dunkeln hat mich überzeugt und auch die Verarbeitung. Ich bin von einem einfachen Kunststoffgehäuse ausgegangen und war von der vollständig aus Aluminium gefertigten Lampe positiv überrascht.

Natürlich ist sie in Verarbeitung, Leistungsumfang und Anspruch nicht mit einer Lampe wie einer LED-Lenser P5 oder Fenix E20 zu vergleichen. Jedenfalls nicht ohne gegen die beiden letztegenannten Modelle deutlich »abzustinken«. Allerdings kosten diese aktuell auch etwa 35 Euro und somit mehr als das Dreifache.

Eingeschaltete LED Taschenlampe vom Discounter
Eingeschaltete LED Taschenlampe vom Discounter
Hochwertiges Material: Durch und durch Aluminium
Hochwertiges Material: Durch und durch Aluminium


Meiner Meinung nach ist die günstige »Trekking Taschenlampe« eine gute und günstige Alternative welche auf dem Campingplatz vollkommen ausreicht. Bei klarem Himmel bin ich bisher auf Zeltplätzen nachts ohne jegliche Taschenlampe herumgelaufen. Blöderweise auch bei Neumond oder bedecktem Himmer, daher auch entsprechende Erfahrungen mit Zeltschnüren, Heringen, Zeltnägeln und natürlich herumliegenden Bierflaschen... Das nur sehr gering strahlende Display des Mobiltelefons kann eine Taschenlampe eben doch nicht ersetzen.

Abschließend noch eine Erklärung für den Zusatz »bedingt sparsam«: Die Brenndauer ist vom Hersteller mit etwa 2 Stunden angegeben. Im Blinkmodus etwa 8 Stunden, aber davon hat man im normalen Betrieb (siehe oben) nicht wirklich etwas.

Mit einer herkömmlichen Taschenlampe kommt man immerhin auf 4 bis 6 Stunden. Kompakte Lampen mit Halogenleuchtmittel haben allerdings auch häufig nur eine Brenndauer von 2-3 Stunden. Für den dauerhaften Einsatz im Dunkeln oder eine mehrwöchige Tour ist die Taschenlampe ohne zusätzliche Batterien beziehungsweise Akkus nicht geeignet. Aber welche wirklich helle Leuchte ist das schon? Bei der bereits erwähnten Fenix E20 wird in Verkaufsangeboten von »200 Minuten« geschrieben. 200 Minuten entsprechen etwa 3 Stunden. Somit sind helle LED-Taschenlampen generell eher nicht sparsam.

Mein Fazit: Für den Campingplatz eigentlich mehr als nur ausreichend, wer nachts durch Wälder und verlassene Gebäude als Geo-Cacher unterwegs ist greift ohnehin zu höherwertigen Produkten – und einem Beutel voll mit Ersatzakkus.

Sollte ich in Zukunft wieder häufiger mit Zelt unterwegs sein werde ich mir allerdings wohl für den längerfristigen Einsatz eher etwas wie eine Petzl Tikka 2 kaufen. Für den Campingplatz ebenfalls vollkommen ausreichende Stirnlampe mit bis zu 120 (!) Stunden Brenndauer. Vier einfache LED und drei Beleuchtungsstufen machen es möglich. Sollte es soweit sein folgt hier natürlich ein entsprechender Eintrag.

Über den Autor dieses Beitrags
Avatar Martin »X_FISH« Schmidt
E-Mail: lqTyhDUyvpzMlMKIhYzEyoJS
Websites: www.x-fish.org www.gaskutsche.de
YBR-125-Besitzer von 05.2009 bis 07.2011
Führerschein seit 07.2011 (A), 08.2009 (A1), 10.1993 (B)
Aktuelle Maschine: '95 Yamaha XJ 600 S / '97 Suzuki GSF 1200
Weitere Informationen: Blog-Startseite
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