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28
August
2009

TÜV bestanden

Keine Überraschung bei der Prüfung

Nach dem Frust auf der Zulassungsstelle waren sie heute beim Besuch beim TÜV wirklich lieb zu mir.

X_FISH mit YBR 125 (mit neuem TÜV)
X_FISH mit YBR 125 (mit neuem TÜV)
Sowohl die nette Dame hinter dem Tresen, welche auf mein »Nö, ich habe keinen Termin. Ich bin einfach mal vorbei gekommen um zu fragen ob Sie Zeit für mich haben.« mit einem »Ich schaue kurz nach« und vier Visier­reinigungstüchern reagiert hat, wie auch die Jungs in der Halle.

Gut, den AU-Frizen habe ich wohl ein klein wenig gefoppt:

»Lassen Sie die Maschine laufen« hatte er wohl gesagt. Da ich es nicht verstanden hatte drehte ich den Zündschlüssel nach links und frage nach: »Was haben Sie gemeint?«. Sein Gesichtsausdruck verriet mir, dass er sich wohl leicht verarscht gefühlt hat.

Der zweite TÜV-Prüfer war vom Zustand der Maschine begeistert und wollte wissen, was ich dafür gezahlt hatte.

»Wie? 700 €? Da wird sich der Verkäufer aber nicht gerade gefreut haben...«

So ganz glücklich war der Verkäufer laut meinem Bekannten, welcher für mich die YBR in Stuttgart abgeholt hatte nicht gewesen. Er hatte sich nachvollziehbar mehr für die Maschine erhofft.

Das neue TÜV-Siegel klebt auf dem Schild
Das neue TÜV-Siegel klebt auf dem Schild
Polierter Kratzer an der hinteren Verkleidung
Polierter Kratzer an der hinteren Verkleidung


Wie gestern bereits geschrieben, bin ich den Kratzern mit Lackreiniger und Politur auf den Leib gerückt. Das Resultat kann sich meiner Meinung nach sehen lassen. Den Kratzer an der Verkleidung hinten links sieht man nun nicht mehr so stark. Klar, wegpolieren hat er sich nicht lassen, aber der Dreck ist aus dem Kratzer heraus und ich hoffe, dass die Versiegelung dafür sorgt, dass sich so schnell kein neuer Dreck mehr hineinsetzt.

Deeplink Kennzeichenhalterung

Gestern war die Kennzeichenhalterung nur indirekt zu sehen gewesen. Daher heute sozusagen noch »schnell nachgereicht« zwei Aufnahmen wie ich das Alublech und das Kennzeichen selbst an meiner YBR 125 befestigt habe:

Alublech als Kennzeichenverstärkung
Alublech als Kennzeichenverstärkung
Selbstsichernde Muttern halten Blech und Kennzeichen
Selbstsichernde Muttern halten Blech und Kennzeichen


Das Blech aus 3 mm starken Aluminium habe ich mir in einer Schlosserei auf Maß zuschneiden lassen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 5 €. Daheim wurden die vier Ecken an die Rundung des Kennzeichens angepasst, so dass sich von hinten betrachtet keine Unterkonstruktion abzeichnet.

Das Blech wurde anschließend am originalen Kennzeichenhalter befestigt. Hätte ich das Kennzeichen direkt anschrauben wollen, hätte ich das Siegel der Zulassungsstelle beschädigen müssen. Das Kennzeichen ist daher vertikal mittig mit je einer Schraube am rechten und linken Rand befestigt.

Durch die relativ hohen Köpfe der Schrauben, welche das Alublech am Träger halten, wird das Kennzeichen unter Spannung gehalten und kann somit nicht vibrieren und klappern.

Deeplink Puig Windschild

Im YBR-Forum bin ich schon vor Wochen auf einen Betrag gestoßen, welcher die Montage eines Windschilds von Puig (mit passender ABE für die YBR 125 natürlich) beschreibt. Ich habe mir eine solche Scheibe als gebrauchtes Exemplar bei eBay gekauft.

Das Problem des Windschilds von Puig: Mit der vorgesehenen Befestigung ist das »universal Windschild« optisch an der YBR 125 eine Katastrophe.

Die unbearbeitete Puig-Windscheibe
Die unbearbeitete Puig-Windscheibe
Riesiges Loch zwischen Scheinwerfer und Scheibe
Riesiges Loch zwischen Scheinwerfer und Scheibe


Der Scheinwerfer an der YBR 125 hat einen zu geringen Durchmesser, daher wird die Scheibe an den Seiten zu stark zusammengedrückt und steht am oberen Rand des Scheinwerfers nicht wirklich attraktiv hoch. Die Scheibe wirkt wie »gewollt und nicht gekonnt«.

Entgegen dem Beispiel im Forum, bei welchem der überstehende Rand der Scheibe noch teilweise vorhanden blieb, wollte ich die Scheibe an den Befestigungspunkten komplett kürzen. Es sollte der Eindruck entstehen, dass die Scheibe nicht verändert wurde und im Original so montiert wird.

Aus diesem Grund habe ich mittels Klebeband die beiden Ecken markiert, welche entfernt werden müssen. Als Nebeneffekt wird die Scheibe steiler montiert und mehr Fahrtwind wird dadurch höher abgeleitet – zumindest in der von mir ersonnenen Theorie.

Mit Klebeband markiert was entfernt werden muss
Mit Klebeband markiert was entfernt werden muss
Markierung mit Klebeband für einen geraden Schnitt
Markierung mit Klebeband für einen geraden Schnitt


Mit einer Säge waren die beiden Ecken schnell und sauber entfernt. Das Material der Scheibe scheint Makrolon oder etwas Vergleichbares zu sein. Es lässt sich daher beinahe wie Holz bearbeiten, ist flexibel und dennoch bruchfest. Wer bei der Bearbeitung Bedenken hat, da er bereits mit Plexiglas (schlechte) Erfahrungen sammeln musste: Die Scheibe ist nicht aus Plexiglas, welches deutlich spröder wäre.

Das mit »etwas Fleisch« abgesägte Stück
Das mit »etwas Fleisch« abgesägte Stück
Die beidseitig angepasste Scheibe
Die beidseitig angepasste Scheibe


Beim Sägen hatte ich bewusst noch etwas »Fleisch« an der Scheibe gelassen. Dies nutzte ich um mittels einer langen Flachfeile eine absolut gerade Kante zu erreichen.

Montiert wirkt die Scheibe meiner Meinung nach wie vom Hersteller exakt für die YBR 125 produziert. Um den Scheinwerfer verstellen zu können, sowie damit noch etwas Luft über den Scheinwerfer streichen kann (welcher dank dem Leuchtmittel warm wird), habe ich einen etwa 20 mm großen Spalt über dem Scheinwerfer bestehen lassen.

Mit Feilen und Schmirgelpapier abgerundete Kante
Mit Feilen und Schmirgelpapier abgerundete Kante
Die mittels vier neuen Löchern montierte Scheibe
Die mittels vier neuen Löchern montierte Scheibe


Was man auf dem Bild nicht erkennen kann (da ich geschickt den Schatten darüber gelegt habe ) ist, dass ich die Scheibe gebraucht mit kleinerem Unfallschaden erworben habe. Dafür hat sie mich eigentlich nur die Versandkosten gekostet.

Eine neue Scheibe wollte ich (noch) nicht zersägen, für einen Test waren mir die ca. 20 € für die Scheibe von Puig dann doch zu schade.

Noch einmal was abgesägt wurde
Noch einmal was abgesägt wurde
Stark getönt, daher fast »undurchsichtig«
Stark getönt, daher fast »undurchsichtig«


Noch einmal das Stück, welches ich abgesägt habe. Abgesehen vom großen Abstand zum Scheinwerfer an dessen Oberkante wäre die Scheibe deutlich flacher montiert worden. Bei den ersten Fahrten mit der Scheibe habe ich bis zu 60 km/h deutlich weniger Druck auf dem Oberkörper wahrgenommen, dafür dann ab etwa 70 km/h ein Pfeifen an meinem Helm, welches zuvor bis 90 km/h nicht aufgetreten war.

Ob der ohnehin am heutigen Tag vorhandene Wind damit zusammenhängt oder nicht wird sich auf den nächsten Fahrten zeigen.

Die eigentlich »nur dunkel getönte« Scheibe wirkt fast schon schwarz und passt meiner Meinung nach in der angepassten Version gut zur Optik der YBR 125. Eine größere Scheibe würde sicherlich mehr Komfort bringen, aber damit würde man sich nicht mehr im Preissegment von 20 € sondern wohl eher bei 120 € bewegen.
Über den Autor dieses Beitrags
Avatar Martin »X_FISH« Schmidt
E-Mail: lqTyhDUyvpzMlMKIhYzEyoJS
Websites: www.x-fish.org www.gaskutsche.de
YBR-125-Besitzer von 05.2009 bis 07.2011
Führerschein seit 07.2011 (A), 08.2009 (A1), 10.1993 (B)
Aktuelle Maschine: '95 Yamaha XJ 600 S / '97 Suzuki GSF 1200
Weitere Informationen: Blog-Startseite
ICQ44570609

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