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29
Oktober
2009
Ravensburg - Sigmaringen - Heiligenberg - Ravensburg
Kleine Halbtagestour von etwa 160 km
Vermutlich war heute einer der letzten Tage mit schönem
Wetter um mit der Maschine einen schönen Nachmittag zu
verbringen.
Yamaha YBR 125 mit herbstlichem Hintergrund
Bereits gestern hatte ich mein Glück in Richtung Lindau
versucht gehabt. Durch einen Defekt der Festplatte sind
jedoch die Bilder von dieser Fahrt unwiederbringlich
verloren.
Mal abgesehen vom schlechten Wetter am See, war das einzige
Erwähnenswerte der gestrigen Fahrt, einen anderen Besitzer
einer YBR 125 zufällig an einer Tankstelle zu
treffen.
Was gestern auch noch unangenehm war: Trotz Sweatshirt und
mittels Reißverschluss schon längst wieder integriertem
Thermofutter war es mir in meiner Textiljacke insbesondere im
Nebel dann etwas zu frisch. Heute kam glücklicherweise die
(wie bei mir üblich

) gebraucht gekaufte, dick wattierte
Herbstjacke von Hein Gericke.
Ausgepackt, kurz begutachtet und prompt angezogen und die YBR
auf den Hof geschoben.
Noch schnell die Digicam und das Halstuch eingepackt und
losgefahren. Zunächst ein kleiner Zwischenstopp bei einer
Tankstelle und dann einfach mal drauflos von Ravensburg in
Richtung Norden, um dann nach Sigmaringen abzubiegen.
Irgendwo zwischen Aulendorf und Bad Saulgau war ich dann
froh, das Halstuch noch eingesteckt zu haben. Zwar war es
herrlich sonnig und eigentlich mit so 18°C auch nicht
wirklich kalt, aber zum Kragen zog es dann doch einwenig in
die Jacke hinein. Eine kalte Brust ist zum einen nicht
wirklich angenehm und sicherlich auch nicht
gesundheitsfördernd.
Yamaha YBR 125 am Donauufer in Sigmaringen
Gegenlichtspielerei
Also das Halstuch angelegt und weitergefahren. In Sigmaringen
erwartete mich dann ein fast durchweg strahlend blauer Himmel
und eine ruhige Ecke an der Donau, an welcher ich mit dem
Selbstauslöser ein paar Bilder machen konnte. Wie bereits
schon erwähnt sind jedoch abgesehen von den Bildern auf
dieser Seite alle weiteren im Datennirvana verschwunden.
Yamaha YBR 125 vor Schloss Sigmaringen
Auf einem Parkplatz konnte ich meine YBR 125 vor dem
Schloss Sigmaringen positionieren und dieses nette Bild links
schießen.
Zum Glück kann man nicht den Schmetterling sehen, welcher
sich fatalerweise mit dem Windschild angelegt hatte.
Mein eigentlicher Plan war nun, in Richtung Unteruhldingen
über Salem zu fahren und von dort aus am Bodenseeufer entlang
über Meersburg wieder zurück nach Ravensburg. Vor der Abfahrt
hatte ich noch den Wetterbericht und Webcams in Meersburg und
Friedrichshafen aufgerufen. Nach diesen beiden Quellen hätte
es eigentlich auch am See noch schönen Sonnenschein geben
sollen. Aber: Dem war leider nicht so.
Yamaha YBR 125 im Nebel bei Heiligenberg
Ich bin nicht einmal bis Salem gekommen. Bei
Heiligenberg ging es die Serpentinen hinunter und noch vor
Beuren war dann auf einmal Schluss mit dem schönen
Wetter.
Auf einem Parkplatz konnte ich dann diese herrliche
Herbstimpression auf dem Bild rechts mittels Selbstauslöser
festhalten.
Auch wenn man es insbesondere bei diesem Nebelbild nicht
gleich glaubt, alle Aufnahmen sind wirklich vom heutigen Tag
beziehungsweise Nachmittag und Abend. Ich habe den Parkplatz
zum Wenden genutzt und bin wieder etwa 500 Meter die Straße
zurückgefahren, was gleichzeitig so zwischen 50 und 100
Höhenmeter mit sich gebracht hat.
500 m zurück, 100 m höher
Blick auf den (unsichtbaren) Bodensee
Dort, wo man eigentlich den Bodensee und ein paar Berge der
Alpen für gewöhnlich sehen kann, breitete sich die extrem
feuchte Luft aus. Nebel auf dem gesamten See, in Verbindung
mit Wolken südlich des Sees (wie ich daheim über das Internet
nachlesen konnte).
Da ich nun ohnehin schon gewendet hatte, machte ich noch
einen kleinen Abstecher zum Schloss Heiligenberg. Dies konnte
ich zwar nicht besichtigen oder sonstwie näher ran, aber für
ein Bild im Gegenlicht hat es auch hier gereicht. Von der
Brüstung der Zufahrtsstraße hinab konnte ich auch noch ein
weiteres Bild vom sich in Nebel hüllenden Bodensee
machen.
Schloss Heiligenberg
Weiterer Blick auf den (unsichtbaren) Bodensee
Auf der Rückfahrt wollte ich eigentlich dem Nebel in der Nähe
vom Bodenseeufer gänzlich aus dem Weg gehen. Leider hatte ich
keine Chance, denn in den Tälern nach Markdorf über
Deggenhausertal hing er schon dick und lauerte auf mich und
andere Verkehrsteilnehmer, beispielsweise Autofahrer ohne
Licht.
Er war stellenweise so dicht, dass ich mit dem Wischen vom
Visier nicht mehr nachgekommen bin. Sichtweiten von unter 25
m, ich klappte das Visier auf.
Direkt nach dem Aufklappen des Visiers wollte ich atmen und
hatte zuerst das Gefühl, dass mir jemand Nase und Mund
zuhält. Dermaßen »feucht« war die Nebelluft – und dank der
landwirtschaftlichen Eifrigkeit auch noch »gut gewürzt«.
Wieder daheim, pünktlich zum Abendrot und -brot
Nachdem ich Markdorf erreicht hatte, wurde die Sicht
wieder besser. Dafür nahm auch die Verkehrsdichte wieder
zu.
Während ich fast die ganze Zeit so gut wie alleine auf den
Straßen unterwegs war, stand ich nun zwischen diversen
Pendlern im zähfließenden Verkehr.
Vom Windschild tropfte der niedergeschlagene Nebel auf den
Scheinwerfer und auch meine Handschuhe glänzten vor lauter
Feuchtigkeit. Immerhin konnte ich inzwischen das Visier
wieder schließen und musste auch nicht mehr mit der
Gummilippe am linken Handschuh den Nebel abwischen.
Okay, es IST jetzt dann wohl doch Herbst und einige der
letzten Kilometer für dieses Jahr sind nun wohl gefahren.