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17
Juni
2012

Aufkleber ab, Aufkleber dran

Ceranfeldschaber statt Heißluftgebläse

Eine der ersten Aktionen, die ich mit meiner kleinen YBR durchführte, war das Entfernen der Aufkleber. Viele versehen ihre Maschinen extra mit Firmenlogo und Schriftzügen. Das ist nicht mein Fall. Ich finde es interessanter, wenn man auf den ersten Blick nicht mehr sieht, um welche Maschine es sich handelt.

Wie also kommen die Aufkleber von Tank und Seitenverkleidung?

Ich habe in diversen Foren die schier unglaublichsten Dinge gelesen. Da gibt es tatsächlich Typen, die mit einer Heißluftpistole an den Tank gehen und dann „aus Sicherheitsgründen“ den Tankdeckel aufmachen, damit die Dämpfe entweichen können.

Dann gibt es die, die selbiges mit einem Fön versuchen. Das habe ich vor vielen Jahren mal mit einem Schriftzug versucht, die über eine gesamte Wagenlänge geht. Da sitzt man einige Stunden. Die Idee dahinter ist, dass der Klebstoff durch die Hitze weicher werden soll und damit leichter zu entfernen ist.

Die nächste Möglichkeit ist Chemie. In jeder Haushaltsecke des Supermarktes gibt es Aufkleberentferner. Dazu muss man es allerdings vorher schaffen, eine Ecke zu entfernen. Dann mit einem Lappen das Lösungsmittel auftragen, wirken lassen und Aufkleber entfernen.

Ich bin anders herangegangen. Als alter Hausmann und Koch kann es nur eins geben: Ceranfeldschaber:

Ceranfeldschaber
Ceranfeldschaber

Die Schaber sind scharf und flach. Mit ihnen kann man die Aufkleber problemlos abschaben, ohne den Lack zu zerkratzen. Man muss nur aufpassen, dass man die Klinge nicht zu senkrecht aufsetzt. Nach einer knappen halben Stunde waren die Logos vom Tank, die Schriftzüge unterhalb des Sitzes und am Heck entfernt. Mit dem Aufkleberentferner wurden die letzen Fitzelchen noch weggewischt, und schon ist die Maschine „neutral“.

Nun sollen neue Aufkleber rauf. Das Motiv habe ich entworfen und beim Aufkleberherstellers meines Vertrauens anfertigen lassen.

Wie im anderen Artikel schon geschrieben, kommt es mir stark auf die Sicherheit an. Daher sollten die Aufkleber natürlich reflektierend sein. Für fünf Euro waren sie mein.

Ihr erwartet doch nun nicht wirklich nach eine Anleitung, wie man einen Aufkleber anbringt, oder? Daher hier nur das Ergebnis:

Aufkleber bei Tag
Aufkleber bei Tag
Aufkleber bei Nacht (angestrahlt)
Aufkleber bei Nacht (angestrahlt)


Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch je eine Streifen an den Gepäckhaltern angebracht. Das ist dezent, leuchtet aber schön, wenn es angestrahlt wird.

Retroreflektierender Aufkleber am Bügel
Retroreflektierender Aufkleber am Bügel

»Und sind die einfach so zulässig? Darf man ankleben was man will?«

Nein, natürlich nicht. Denn in der StVZO ist im § 51a[1] definiert, was erlaubt ist.

Dabei passt du den von mir verwendeten Aufklebern die Definition im ersten Absatz von »gelben, nicht dreieckigen Rückstrahlern«.


Übrigens: Wer Felgenaufkleber mit retroreflektierendem Material verwenden will, muss gemäß StVZO § 51a auf weiße Exemplare zurückgreifen. Siehe Absatz 5 des bereits genannten Paragraphen.


Über den Autor dieses Beitrags
Avatar »Herr Werfloh«
E-Mail: lMzkinROaoKthMTH=q2I
YBR-125-Besitzer von 03.2012 bis jetzt
Führerschein seit 09.1994 (1a), 07.1997 (1)
Aktuelle Maschine: '05 Yamaha YBR 125 ED
Weitere Informationen: Blog-Startseite


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